Samstag, 22. September 2012

Da uns der letzte Samstag mit grellem Sonnenschein und heißen Temperaturen begrüßt hat und das Plettenberg Game Reserve ihre Horse Riding Safari genau an diesem extra von uns freigenommenen Tag nicht veranstaltete, haben wir uns stattdessen nach einer anderen Möglichkeit umgeschaut, um unsere freie Zeit nicht mit rumsitzen Zuhause zu verschwenden. Also haben wir vier (unsere deutsche vierer WG) und eine andere französische Freiwillige unsere Taschen gepackt und Caaal, unseren Taxifahrer, gebeten uns nach Robberg zu fahren, damit wir dort die Wanderung durch das Naturschutzgebiet machen können.

Von links nach recht: Annaice, Diandra, Alex, Celina und Philipp.
Gesagt, getan und so fanden wir uns um kurz nach elf auf Robberg wieder und starteten die wirklich lohnenswerte, aber auch lange Wanderung um Robberg herum. Robberg ist eine Insel, die die Plettenberg Bay Bucht erst wirklich zu einer Bucht macht. Das gesamte Gebiet ist durch einen Pfad „erwanderbar“ und auf unserem Zettel, den wir bei Ankunft erhalten haben, stand, dass wir wohl an die vier Stunden brauchen würden. Dadurch dass wir bei einem wirklich wunderschönen Strand ein Picknick gemacht haben und auch sonst nicht die schnellsten sind, haben wir dann sechs Stunden gebracht. Dafür haben wir jetzt aber gut 500(0) Fotos von jeder Wiese, jedem Stein und jeder Welle die es auf Robberg so gibt.










Robben.














Toll, oder?
Unsere Wanderung führte uns zuerst durch Wiesen auf denen langsam alle Blumen blühen und danach durch die felsige Küste Robberg’s. Unterbrochen wurden beide Landschaften immer durch weiße Sandstrände, bei denen wir uns immer länger aufgehalten haben, um den Sand auf der Haut spüren zu können. Dazu musste man noch nicht einmal die Schuhe ausziehen, da uns auf der gesamten Tour ein kräftiger Wind begleitete und uns den Sand zum einen in das Gesicht und zum anderen auf unsere Picknickbrote geweht hat. Hat trotzdem geschmeckt. Als wir erschöpft aber glücklich wieder am Ausgangspunkt ankamen, waren wir sehr überrascht Caaal auf uns wartend vorzufinden. Ohne diesen Mann wären wir manchmal echt aufgeschmissen, da er bei jedem Anruf entweder selbst kommt oder ein anderes Taxi für uns bestellt. Auf Pünktlichkeit wird natürlich genauso viel wert gelegt wie auf die Sauberkeit mancher Autobahntoiletten, nämlich gar nicht. Aber so ist Afrika nun einmal und uns gefällt es sehr. Zudem ist Caaal sehr nett und falls wir Abends mal feiern wollen kann er uns zu manchen Clubs führen, die wir noch nicht kennen und bleibt immer bei uns, damit wir auch wieder zurückkommen. Eine gewisse Cleverness kann man ihm nicht absprechen, da er an uns gutes Geld verdient und meistens auch Getränke ausgegeben bekommt. Seine Nummer wird auch an jeden neuen Freiwilligen weitergegeben.

Nach dieser wirklich anstrengenden Wanderung waren wir dann froh bei uns Zuhause die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und auszuspannen zu können. Es wurde natürlich wieder gekocht. Was genau, weiß ich jetzt gar nicht mehr. Da Philipp und mir der Tag noch nicht genug körperliche Betätigung geliefert hatte sind wir dann um halb sieben ins Dorf gegangen und haben mit einer der heimischen Rugbymannschaften Touch-Rugby gespielt bzw. trainiert. Touch-Rugby funktioniert genauso wie Tackle-Rugby nur reicht ein einfacher Schlag auf ein Körperteil aus, um den Angriff der gegnerischen Mannschaft zu stoppen. Es gibt also keine (seltene) Verletzungen, was mir und Philipp sehr zusagt, da wir nicht wie alle Spieler im Dorf mit diesem Sport aufgewachsen sind und mit unseren Schultern Betonwände durchbrechen können. Für mich ist das Training notwendig da mich Jamaile, der Vizemanager des Monkeyland Restaurants in seine Mannschaft aufgenommen hat und ich bei einem Turnier im Oktober mitspielen werde. Alle Spiele dort werden Freundschaftsspiele sein und auf dem Platz sind anstatt 15 Spieler pro Mannschaft nur sieben auf dem Feld. Das Feld bleibt das gleiche, es werden aber nur 14 Minuten gespielt. Ich finde es richtig spannend und freue mich, dass Jamaile mir diese Möglichkeit offenbart. 
Außerdem lernt man auf diese Art und Weise viele neue Leute kennen. In Südafrika mache ich mehr Sport als in Deutschland, da ich zusätzlich zum Rugbytraining auch mit Sadibou (Thiam) zum Soccer spielen gehe. Im Vergleich zu allem was ich in Deutschland gesehen habe sind die Jungs aus dem Dorf wahre Messi’s und hauen mich auf jeden Fall ganz locker in die Pfanne. Es macht trotzdem Spaß mit ihnen zu spielen. Alle Spieler gebe sich Namen wie berühmte Fußballspieler aus der gesamten Welt. Auf dem Feld laufen also Eto’o, Kaka, Drogba und so weiter rum. Die meisten kenne ich nicht einmal. Mein Name ist Phillip Lahm. Der Vergleich kommt wahrscheinlich durch meine fantastische Spielweise und nicht, wie einer von euch denken würde, durch meine Größe. Da lagt ihr wohl alle falsch!

Vorgestern, also am Freitag, haben wir dann unser erstes wirklich großes Braai veranstaltet. Insgesamt waren alle deutsche Freiwilligen (Diandra, Philipp, Justine, Neele, Alina, Antonia, Celina und Ich), Annais, Jacky, Sadibou, Jamaile, Norman (arbeitet auch im Monkeyland Restaurant), Caaal, Jeff (der Mitbewohner von Jacky und Sadibou) und zwei Freunde von Sadibou, Aldon und Rocky, da. Das Haus war also voll. Zum Glück haben wir für viel Essen gesorgt und alle sind satt geworden.
Nach einigen Stunden sind wir dann ins Dorf aufgebrochen und haben dort das Tocks, eine recht kleine Taverne besucht. Jamaile hat dort als DJ Musik gespielt und wir haben das erste Mal das afrikanische Tanztalent bestaunen dürfen. Wir waren die einzigen hellhäutigen Menschen dort und das hatte leider zur Folge, dass wir manchmal regelrecht belagert wurden und wir keine ruhige Minute hatten. Leider sehen die meisten Einheimischen in hellhäutigen Menschen die Möglichkeit schnell an Geld zu kommen und am Ende jedes, manchmal echt komischen Gespräches wurde nach Bier oder wenigen Rand gefragt. Aber mit so etwas muss man hier umgehen können, da manche der Menschen dort für unsere Begriffe am Existenzminimum leben. In der Taverne habe ich dann einige Rugby- und Fußballspieler getroffen und konnte mich mit denen gut unterhalten. Mein Englisch wird mit jedem Tag besser und leidet nur daran, dass wir bei uns im Haus meistens deutsch sprechen. Manchmal schaffe ich es aber auch drei Viertel des Tages ohne Deutsch auszukommen. Von nix, kommt halt nix, ne!

Yo, Monkeybrothers for life, Peace.
Celina & Alex

Dienstag, 18. September 2012

Nun wird es Zeit unsere Affen vorzustellen. Statt eine ganze Vorstellung einer Tour zu machen, kürze ich das Ganze mit Steckbriefen ab.

Im Wald haben wir 10 Spezies.

NEUWELTAFFEN

- kommen aus Amerika
- haben zumeist einen Greifschwanz
- tragen die Junge auf dem Rücken

Kapuzineräffchen

Herkunft: Südamerika; Brasilien, Venezuela
Alterserwartung: ca. 35 Jahre
Gewicht: 4-6 kg, je nach Geschlecht. Weibchen wiegen meist weniger als Männchen.
Besonderheiten:
- intelligenteste lebende Affenart
- Intelligenz bedeutet hohe Futterintelligenz und hohe soziale Kompetenz inklusive hohe Affenpolitik:
- Alphatiere, die Männchen haben den meisten sozialen Rückhalt mithilfe dessen sie bessere Chancen in einem Führungskampf haben. Vor dem „Wahlkampf“ werden Anhänger bzw. Freunde gesichert, indem Gefälligkeiten gemacht werden wie Babysitten, Futterholen oder lausen. Ein rangniederes Männchen kann es erst mit dem Alpha aufnehmen, wenn er genauso viele, wenn nicht mehr Anhänger hat. Ein jetziger Herausforderer gegen eins unserer Alphamännchen Bruno oder Claude von Damme wäre aber so chancenlos wie Guido Westerwelle gegen Angie. Die beiden sind nun in der Blütezeit.

- schnelle Lernbegabung, deshalb gut dressierbar, auch für Filme (Fluch der Karibik, Casablanca,
  Hangover 2, Der Zoowärter), als Gehilfe für Behinderte oder als Krankenschwester einsetzbar
-beliebtestes Haustier unter Affen (natürlich illegal)
- individuelle Haarfrisuren, je nach Unterart (Elvis Presley Frisuren, Mittelscheitel, zwei Hörnchen,
  Kurzhaarfrisur gibt’s auch, nur keine Langhaarfrisur mit Haaren bis zum Boden…)
-Mimikry, die die eines Menschen sehr ähnlich ist: Grinsen, Stirn hochziehen, Augenbrauen
  hochziehen,...


Totenkopfäffchen

Herkunft: Brasilien, Venezuela
Alterserwartung: ca. 20 Jahre
Gewicht: 700- 1000 Gramm
Besonderheiten:
- BEIßEN
- Herr Nielsson au Pippi Langstrumpf
- haben keinen Greifschwanz, obwohl sie Neuweltaffen sind. Grund: Wegen ihres geringen Gewichts können sie auf nahezu jeden Ast klettern ohne dass er nachgibt, deshalb ist keine Absicherung mit dem  Greifschwanz nötig
- Riesengruppen in der freien Wildbahn: bis zu 400 Tiere
- Verteidigung durch Piranhaprinzip: Attakiert man einen hat man es direkt mit allen zu tun. Deshalb fühlen sich die kleinen Mistviecher trotz ihrer geringen Größe so unheimlich sicher
- Arnold- Schwarzenegger- Syndrom zur Paarungszeit von Juli bis September: Die Männchen pumpen Wasser in ihre Muskeln, womit sie 200 Gramm schwerer werden. Das Männchen, dass sich am meisten aufpumpt, die meisten anderen Männchen wegdrängt und sich am dümmsten verhält bekommt die meisten Weibchen
- Junggesellen- WG außerhalb der Paarungszeit, die Weibchen bleiben allein mit ihren Jungen
- Ergrauen im Alter: Zunächst haben sie strahlendes gelbes Fell, dann bekommen sie nach und nach schwarze Strähnen und werden hinterher weiß


Brüllaffen (schwarz- goldene)

Herkunft: Amazonas
Alterserwartung: Googlen
Gewicht: fett
Besonderheiten:
- bei der Geburt sind alle Brüllaffen dieser Art golden. Männchen werden mit ihrem Adulten-stadium schwarz, Weibchen bleiben golden.
- Brüllaffen heißen Brüllaffen, weil sie brüllen.
- Sie gehören zu den lautesten Tieren der Welt, denn man kann sie bis zu fünf Kilometer weit hören, wenn sie brüllen um ihr Territorium markieren.
- FAUL. Sie sind sehr faul, bewegen sich höchstens 700 m am Tag, liegen 70% des Tages nur herum, was darauf zurück zu führen ist, dass sie viele Blätter fressen (79% der Ernährung), die wegen ihrer Zellwände schwer verdaulich sind





Schwarzbärtiger Saki

Herkunft: Südamerika, Brasilien
Besonderheiten:
- neue und seltene Art IN MONKEYLAND, man sieht sie nicht oft und da sie Baumbewohner sind (zu 90%), sind sie sehr schwer zu fotografieren. Wir haben außerdem nur insgesamt vier davon im Wald
- sie sehen den Kapuzinern ähnlich, haben aber einen buschigeren Schwanz und einen Talibanbart
- als Neuweltaffen haben sie KEINEN Greifschwanz, da dieser aufgrund ihrer Nahrung überflüssig ist: Sie fressen die Brazil Nut, die zumeist am Stamm wächst und so müssen sich die Sakis nicht mit einem Greifschwanz am Ast festhalten, um an Früchte am Astende zu gelangen.
- Man weiß leider nicht wozu der Bart dient.


Listäffchen


Spitzname: Einstein Monkey
Herkunft: Kolumbien
Gewicht: höchstens 900 Gramm
Besonderheiten:
- monogam lebend
- eine Familie bleibt so lange zusammen, bis ein Elternteil stirbt
- Inzucht innerhalb der Familie nicht möglich, da Hormone von Vater und Mutter an das jeweils
gleichgeschlechtliche Junge „übersendet“ werden, die veranlassen, dass die Geschwister sich nicht miteinander paaren wollen

- strecken die Zunge raus wenn sie einen mögen oder auch wenn sie kritisch sind
- ein Listäffchen hat mich mal begattet!


ALTWELTAFFEN

- kommen aus Asien, Afrika
- haben einen langen Schwanz, der meistens zur Balance dient.
- tragen ihre Jungen die ersten zwei bis drei Monate auf dem Bauch, um sie vor der Sonne zu schützen



Grüne Meerkatze


Herkunft: SÜDAFRIKA, die einzige einheimische Affenart in Monkeyland
Besonderheiten:
- in Monkeyland muss diese Art durch Sterilisation in Schach gehalten werden, damit die Population nicht zu groß wird
- sie sind insgesamt dreimal in Monkeyland eingebrochen, weshalb man sie nach zweimal rausschmeißen im Monkeyländer Wald gelassen hat. Sie können über die Zäune springen und möchten bleiben, weil es hier Futter gibt und Schutz vor Pavianen, Menschen, Straßen und was Affen sonst so umbringt
- Diebe!!! Also original Südafrikaner. Besonders Brillenträger sind gefährdet. Diese Diebe folgen manchmal einer Touristengruppe und lauern den wandelnden Brillen auf.
- die Männchen haben tief blaue Hoden, die den Testosteronspiegel wiedergeben. Je blauer, desto potenter und desto beliebter bei den Weibchen. Das Alphatier ist die Meerkatze mit den größten und blausten Hoden.
- Earl Bundy Pose der Männchen mit blauem Gemächt


Brillenlangur


Herkunft: Thailand und Malaysia
Herkunft des Namen: Lan- gur= Schwanzus Longus= langer Schwanz
Brille: Durch seine weißen Ränder um die Augen sieht er aus wie ein Brillenträger- meinten die Namengeber
Besonderheiten:
- Schwanzus longus
- Schwanzus longus, welcher zur Balance dient, nicht zum Greifen, wie bei den Neuweltaffen typisch
- weißes Fell um Augen und Mund
- Blattfresser zu 95%
- wegen seiner Blattnahrung ist er, wie auch die Brüllaffen verhältnismäßig faul und legt nur geringe Strecken am Tag zurück
- interessanterweise benötigen die meisten Pflanzenfresser gewisse Giftstoffe in ihrer Nahrung. Viele Bäume besitzen diese, um sich selbst vor hungrigen Tieren zu schützen, so auch die Bäume aus Thailand und Malaysia. Wir haben nur noch einen Brillenlangur in Monkeyland. Der andere starb vor einigen Jahren an Leberzirrhose, verursacht durch „zu gesundes“ also zu giftstoffarmes Futter.
- Brillenlangur- Babies werden orange geboren, was als Jugendschutz gilt. Bei den meisten Languren, so wie auch bei den Hanuman Languren ist es so, dass die Männchen dominant sind. Sie haben aber nichts, was Frauen imponieren könnte, um sich ein Harem aufzubauen: Die Blätter sind überall gleich und vom Aussehen her bestehen auch keine großen Unterschiede. Also halten die Männchen ihre Weibchen gewaltvoll bei sich. Sobald sie aber die Signalfarbe Orange sehen, also die Farbe ihrer Jungen, wissen sie, dass da etwas ist, dass kaputtbar ist und gehen deshalb vorsichtiger mit Mutter und Kind um, was fortpflanzungstechnisch klüger ist.
- Unser Brillenlangur musste sterilisiert werden, damit er ein Verhältnis mit dem weiblichen Hanuman Langur anfangen konnte. Hybriden, also Mischlinge sind zoologisch nicht erlaubt


Hanuman Langur


Herkunft: Hanumanien und Indien. Nein nur Indien.
Besonderheiten:
- in Indien werden diese Hanuman als Gott gefeiert!
- Indische Sage: Nach einer Saga haben Hanumanlanguren eine verlorene Prinzessin gefunden, aus den Händen des Entführers befreit und seine Stadt in Brand gesetzt. Durch dieses Feuer bzw. den Ruß haben sie nun auf ewig schwarze Gesichter und schwarze Hände. Die Prinzessin wurde aber gerettet.
- unser Hanumanweibchen hat eigentlich einen Sohn im Wald, der aber kaum mit den beiden anderen zu sehen ist, da er mit dem Verhältnis zwischen dem Brillenlangur und seiner Mutter nicht einverstanden ist.
- auch Hanumans haben orangefarbene Babies aus dem gleichen Grund wie die Brillenlanguren
- ALLE Languren haben, ähnlich wie eine Kuh, einen mehrkämmrigen Magen, der es ihnen ermöglicht die schwer zu durchbrechenden Zellwände, gerade der älteren Blätter, aufzuspalten und zu verdauen. Dank ihres Magens können Languren also auch alte Blätter fressen, die am Stamm und nicht am Astende wachsen, wozu sie keinen Greifschwanz brauchen um waghalsige Manöver auf kleine Äste zu machen.


MENSCHENAFFE- NIEDERER MENSCHENAFFE

Merkmale eines Menschenaffen, die die anderen Affen nicht haben:
- kein Schwanz
- größeres Gehirn
- kann aufrecht gehen
- längere Arme als Beine
- Menschenaffen sind zum Beispiel: Gorillas, Schimpansen, Bonobos, Orang- Utans und Gibbons

Gibbons



Herkunft: Asien, Thailand und Indonesien
Besonderheiten:
- zu 99% Baumbewohner
- können sich ca. 25- 30 km/ h schnell von Baum zu Baum hangeln
- Gibbongesang. Jeder hat seine eigene Singstimme mit unterschiedlichen Tonlagen. Damit geht ein Gibbon auf Partnersuche und gleichzeitig dient der Gesang als Erkennungszeichen für den Ehepartner
- Monogamie, Gibbons werden mit sieben bis neun Jahren von ihren Eltern weggejagt und suchen dann nach ihrem Partner, mit dem sie ihr ganzes Leben verbringen.
Alle Gibbons finden sich durch ihren Gesang und bleiben mit dem eigenen Partnersong, den sie auf ewig singen immer zusammen.
- vom Aussterben bedroht, nicht zuletzt wegen der thailändischen Deliktesse Gibbongehirn. Der Kopf wird dabei bei lebendigem Leibe aufgeschnitten. Bei einer Jagd auf Gibbons können gleich 15 Gibbons sterben, wovon allerdings nicht alle verwendet werden, sondern einfach nur im Wald rumliegen.
- ein besonderer teil im Gehirn kann Gibbons vier Schritte voraus planen lassen, welche Äste er greifen kann. Während der Gibbon sich fortbewegt, kann er nach hinten schauen.
- Gibbons gehören anders als Gorillas, Schimpansen, Bonobos, Orang- Utans zu den "Niederen Menschenaffen"


HALBAFFEN bzw. aus dem Englischen übersetzt: VORAFFEN

Merkmale von Halbaffen, wie Lemuren:
- haben keine Affen- bzw. Menschennase, sondern eine Schnauze, wie bei Hund oder Fuchs. Deshalb ein ausgeprägter Geruchssinn.
- große Ohrenbeweglichkeit
- keine gute Sehfähigkeit, schwarz weiße Sicht
- vier Finger mit gegenüberliegendem Daumen, jedoch keine Beweglichkeit jedes einzelnen Fingers
- aus dem Grund, dass sie sich wegen mangelnder Fingerbeweglichkeit nicht lausen können, besitzen die Lemuren einen aus ihren sechs Schneidezähnen bestehenden Zahnenkamm um ihr Fell zu säubern. Da sich nach diesem Vorgang viele Haare im Maul befinden können haben Lemuren unter ihrer Zunge einen weiteren Muskel („sub-lingur“) mit dem sie über die sechs Schneidezähne fahren und alle Haare aus dem Maul befördern können.


Katta, zu Englisch: Ringtailed Lemur

Herkunft: wie alle Lemuren aus Madagaskar, welches sich vor 50 Mio. Jahren vom afrikanischen Kontinent getrennt hat und eine komplett neue ökologische Nische für alle dort lebenden Tiere geschaffen hat.
Gewicht: 3,5 kg
Alterserwartung: 16- 26 Jahre
Besonderheiten:
- aufgrund von Nahrungsüberfluss und fehlender Konkurrenz durch andere Affenarten, die sich der Früchte bemächtigen, haben sich die Lemuren von solitären (alleinlebenden) nachtaktiven Insektenfressern zu am Tag lebenden Fruchtfressern entwickelt
- da genug Nahrung da war wurden die Lemuren immer größer, aber nicht intelligenter. Sie sind DUMM. Gerade mal 1 % des Körpergewichts (3,5kg) beträgt die Gehirnmasse.
- bedroht durch Menschen: Mangelnder Lebensraum durch zu viel Abrohdung der Wälder und Jagd auf Katta Lemuren, wegen ihrer Ringelschwänze.
- King Julien aus Madagaskar
- King Julien müsste eigentlich Queen Julien sein, die Weibchen sind dominant! Sie dürfen sich die Partner aussuchen und haben das Sagen.
- Stinkfight unter Katta Männchen: Die Schwänze werden mit Duftsekret aus der Duftkralle, die an der Innenseite des Arms ist, eingerieben. Herausforderer und Gegner schlagen sich gegenseitig mit den Schwänzen. Der Duft, der am intensivsten ist, also der größte Stinker gewinnt den Kampf und ist somit in der Rangfolge höher. Damit gehen sie physischen Auseinandersetzungen aus dem Weg.


Vari, zu Englisch: Black and White Ruffed Lemur

Herkunft: Madagaskar, weil es auch ein Lemur ist
Gewicht: auch 3,5 kg
Alterserwartung: ca. 20 Jahre
Besonderheiten:
- sie sind genauso dumm wie die Kattas
- sind auch bedroht durch Menschen, wegen des Lebensraums und ihres flauschigen Pandafelles
- bauen Nester und tragen ihre Junge wie Katzen im Maul
- sechs Zitzen, bekommen aber meist nur zwei bis drei Junge
- Baumbewohner
- Kommunikation durch laute Rufe, ca. 13 unterschiedliche Schreie.






Zu Monkeyland:

Insgesamt haben wir 400- 450 Affen auf einem 12 ha großen südafrikanischen Wald verteilt. Es sind 10 unterschiedliche Spezies, wovon nur eine südafrikanisch ist. Etwa 75% unserer Affen kommen aus privater Haltung, Zirkussen, Zoos und Laboratorien. Der Rest wurde bei uns geboren. Affen werden hier in Afrika auf dem Schwarzmarkt erstanden und danach als Menschenbaby behandelt. Sie leben in etwa ihre ersten vier bis fünf Lebensjahre unter solchen Lebensverhältnissen, bis sich ihre Instinkte durchsetzen und sie anfangen ihr Territorium zu markieren und den Besitzer, seine Kinder oder andere Leute zu beißen. Dann geben die Besitzer ihre Affen ab und für uns beginnt ein schwieriger Prozess, der bis zu vier Jahre andauern kann. In diesen vier Jahren lernt der Affe, wie er ein Affe ist und sozialisiert sich mit seiner gleichen Art. Affen bringen sehr viele Probleme aus ihrem früheren Leben mit: die meisten haben noch nie einen anderen Affen gesehen und sind noch nie in einem Wald geklettert. Sie wissen nicht mit ihren eigenen Kindern umzugehen und sind mit der Situation überfordert. Leider schaffen es nicht alle Affen ihre „alten Marotten“ abzulegen und ein glücklicher Affe zu werden. Bei uns in Monkeyland wird sehr viel Wert darauf gelegt dem Affen wieder ein tolles Leben im Wald zu ermöglichen.
Wir haben 12 unterschiedliche Futtertische im ganzen Wald verteilt auf denen wir pro Tag 300 kg Futter anbieten. Es gibt Bananen, Äpfel, Orangen, gefrorene rote Beete, Nüsse jeglicher Art, Samen, Kartoffeln, Reis, Makkaroni,Weißbrot, Kohl, Salat, 200 Eier in der Woche und fünf Hühnchen in der Woche. Je kleiner die Affenart, desto mehr Fleisch wird verzehrt, da kleinere Arten meistens aktiver sind und deswegen die energiereichen Proteine von Insektenfleisch oder unseren Hühnern brauchen. Außerdem sind alle unsere Arten omnivor (Allesfresser), da in Monkeyland alles angeboten wird. In der Natur bleiben Blattfresser wie zum Beispiel unsere Languren auch Blattfresser und entscheiden sich nicht um.

So sieht eine Tour aus. Man erzaehlt, die Leute machen Fotos. 


Yo, Monkeysister & Brother for life, Peace
Celina & Alex

Montag, 17. September 2012


 










Heute waren wir Elefanten Gassi führen.

Elephant Sanctuary

In unserem Nachbarhaus, 75 Meter entfernt, sind fünf Elefanten untergebracht. Es ist verwunderlich, dass sie sich so leise verhalten- wir hören nie etwas! Aber sie haben auch einen weiten Auslauf. Und Elefanten sind ja doch eher gemütliche Tiere, die nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind.
Jedenfalls konnten wir diese Tour kostenlos machen, da wir Volontäre sind, und somit haben wir bei einigen Aktivitäten freien Eintritt oder einen Rabatt.
Es gibt einen Elefantenbulle und vier Elefantenkühe. Drei der Weibchen können jeweils ein Kunststück, welches sie dann in der Runde vorgeführt haben. Jabu reagierte auf den Befehl „whistle" und nahm somit den Rüssel in den Mund und pfiff ordentlich hinein. Amarulla schüttelte den Kopf sobald der Pfleger „shake" gesagt hatte. Die dritte Elefantendame konnte sich verbeugen, indem sie sich auf eins ihrer vorderen Knie stützte.

Danach konnten wir die Elefanten am Rüssel nehmen und mit ihnen durch das kleine Wäldchen spazieren.
Man könnte meinen, dass es sich um einen Zirkus handelt und nicht um eine Sanctuary, also eine Auffang- Pflegestation. Allerdings kommen die Elefanten nur für fünf Jahre in diese Station um Vertrauen zu sich selbst und zu Pflegern zu gewinnen. Danach werden sie im Addo Elephant Park oder im Kruger National Park „ausgewildert", wo sie dann viel Auslauf haben und in Gesellschaft anderer Elefanten sind.
Die kurze Lehrstunde, die wir im Anschluss an die Tour bekamen war informativ und insgesamt war es eine sehr schöne Tour.


Zum krönenden Abschluss haben wir dann einen Elefanten- Kackhaufen zum Aufhängen gekauft. Ein Scheißhaufen, der gepresst wurde zu Papier, gesäubert und weiß angemalt mit einem grauen Elefantenfußabdruck von Jabu darauf. Er hängt nun in unserem Zimmer.
Das war unsere erste Erfahrung mit den großen Dickhäutern. Danach würden wir gerne in den Addo Elephant Park nahe Port Elizabeth oder in den Knysna Elephant Park in Knysna. Wie ihr seht gibt es Elfentenparks überall.


 






Ausserdem haben wir unser gesamtes Haus gesaeubert und auf den Kopf gestellt. War auch bitter noetig! Jetzt fuehlen sich alle sehr heimisch dort und es sieht sehr gemuetlich aus. Gleichzeitig haben wir auch noch ein weiteres Bett in Diandra's Zimmer gestellt, sodass Philipp auch bei uns wohnen kann. Wir vier bilden jetzt eine deutsche Vierer-WG. Wir kochen gemeisam und dadurch dass wir zusammen einkaufen halten sich die Lebensmittelkosten im Zaum. Super Sache!

Yo, Monkeysister for life, Peace.
Celina & Alex

Freitag, 14. September 2012

Atlas, der Blonde und Siam, die Braune. Beides Gibbons. Niedere Menschenaffen.

Kapuzineraffen.

Kattalemuren. King Julien aus Madagaskar.

Languren. Beide links: Brillenlanguren. Rechts: Hanuman Langur= Indischer Gott.

Gruene Meereskatzen. Diebe!!!

Totenkopfaffen. Herr Nielsson. Bissig!

Vari. Auch Lemuren.
Schwarz-goldene Bruellaffen.
Suesse, kleine, sexistische List-Aeffchen.
Yo, Monkeysisters for life, Peace.
Celina & Alex

Dienstag, 4. September 2012

Diesen Blogintrag moechte ich einem Halloumikaese- Burger widmen.

Eines Tages haben Alex und ich uns dazu entschlossen, bei Birds of Eden, dem Schwesterpark von Monkeyland direkt neben Monkeyland zu speisen.

Das Menue offenbarte eine leckere Auswahl aus Chickenburgern, Chickentalern, Chicken Mc Nuggets, was man nicht sonst so in einem Vogelpark bekommen kann...und einem Halloumi-Kaese Burger.

Letzteren habe ich mir bestellt.
Er hat einen Durchmesser von etwa 20 Zentimetern und hat in etwa die Hoehe eines Mini- Nutellaglases.

Der Belag war: ein frisches, knackiges Salatblatt; saftige geschmackvolle Tomaten; kleine Pilze (glitschige Konsistenz); Burgersauce, die aus dem Burger herausquoll, sodass das Wasser im Munde zusammenlaeuft und einem fettem, fettigem weiss gelben Kaesetaler. Von innen zart weich und umrandet von einm knusprigem braunlichem Rand.

Ein Gedicht.

Ich habe nur vor lauter Hunger vergessen ihn zu wuerzen.

Das war unser Mittagessen.

Yo, Moneysisters for life, Peace
Celina & Alex

Montag, 3. September 2012


Unsere glückliche GewinnerIN ist meine Schwester Pia! Somit bleibt’s in der Familie (also muss ich nichts kaufen, richtig?).
Die richtige Lösung war 28€.

In den letzten Tagen ist viel passiert und wir haben unseren Internetkosum eingeschränkt, weil es einerseits zu teuer ist und anderseits hatte ich auch nicht so viel Lust zu schreiben!

Schlangenfutter.
Am Mittwoch waren wir am Morgen zusammen mit Jacky, einer Mitarbeiterin des Monkeyland im Snake Park, der sich nicht weit entfernt vom Monkeyland befindet. Auf unserer eineinhalbstündigen Tour haben wir viele Schlangen gesehen und jeder insgesamt drei unterschiedliche Schlangen in den Händen oder um den Hals getragen. Die ersten waren noch süß klein und wogen fast nichts. Die letzte Schlange seht ihr auf den Fotos! Die war echt schwer und kann einen ganzen Menschen verspeisen, falls sie es schafft ihn zu töten! Zum Glück gibt es auf der Garden Route keine lebensgefährlichen oder tödlichen Schlangen, sondern nur welche die starke Schmerzen verursachen. Deshalb heißt es bei unser nächsten Wanderung: Aufpassen!

Celina brauchte ein wenig um zu lächeln. 
Am Abend haben wir dann Diandra, eine weitere deutsche Freiwillige begrüßt, die sofort, nachdem Susan ausgezogen ist, bei uns eingezogen ist. Somit sind wir jetzt ein deutsches Haus. Sie ist 21 und studiert Landschaftsarchitektur (Fachrichtung Landschaftsplanung). Ein sehr nettes Mädel. Am Abend sind wir dann relativ früh schlafen gegangen, da wir am nächsten Tag nach Plett fahren wollten.



Ich hatte echt viel Spaß.

In Plett haben wir dann Einkäufe erledigt und haben Diandra ein wenig die Stadt gezeigt. Da sie aber auch noch das Monkeyland sehen wollte, sind wir relativ früh wieder zurück gefahren. Hier haben wir ihr unsere und jetzt auch ihre Arbeit gezeigt und sind danach ein zweites Mal durch Birds of Eden gelaufen. Am Abend haben wir dann unser zweites Braai veranstaltet. Im eigentlichen Sinne ist es nur grillen. Wir machen es auf unserer Feuerstelle über offenem Feuer und oft zusammen mit Mitarbeitern des Monkeyland. Dieses Mal mit Jacky und Hamidi. Es war sehr lecker und unterhaltsam. Afrika ist eine komplett andere Welt und man hört immer sehr interessante Geschichten.


Am Freitag haben wir dann bis vier Uhr gearbeitet und uns danach auf den Abend vorbereitet. Um ca. sieben Uhr ging es dann wieder nach Rocky Roads, wo auch wieder „gebraait“ wurde. Wir haben direkt nette Engländer kennengelernt und wieder neue Bekanntschaften und Geschichten gehört. Gerade auf meine Studiumswünsche wirken sich diese Geschichten aus, weil man immer neue Studiengänge kennenlernt und viele echt als interessant betrachtet. Um ein Uhr sind wir dann erschöpft, aber glücklich, ins Bettchen gefallen. 

Am nächsten Tag war die Arbeit so langweilig wie noch nie und Celina und ich sind fast eingeschlafen. Am Abend haben wir dann den zweiten Freiwilligen, Phillip, begrüßt. Auch er kommt aus Deutschland. Langsam habe ich das Gefühl, dass wir überall sind. Echt unheimlich. Auch er ist nett und um das Ereignis gebührend zu feiern haben wir dann am Abend unser drittes Braai in Folge veranstaltet. Diesmal mit Jacky und Thiam. Wieder war es sehr lecker und unterhaltsam. In Südafrika wird echt viel Fleisch gegessen. Vegetarier kommen aber auch über ihre Runden! Wir haben jetzt nämlich nicht nur Celina, sondern auch Diandra, die kein Fleisch isst. 

Bei uns in der Küche. Rechts, Phillip.
Gestern war es auf der Arbeit geschäftig und ich habe drei Touren gemacht. Mir macht es sehr viel Spaß durch den Wald zu laufen und alle Informationen über unsere Affen den Touristen mitzuteilen. Nebenbei verdient man auch ein bisschen Geld! Geschichten über unsere Affen haben wir zu tausenden und es wäre zu viel Arbeit sie hier aufzuschreiben. Ihr müsst leider Geduld haben, bis wir wieder Zuhause sind.  Abends haben wir dann, anstatt zu braaien, gekocht. Es gab Nudeln mit Gemüse und war wieder sehr lecker. 

Heute war dann eher ein chilliger Tag, da wir nach der Arbeit bis jetzt nur auf dem Sofa gesessen haben und uns unterhalten. Essen gab’s heute nichts Besonderes, deswegen ist’s auch nicht nennenswert. Wir hoffen euch geht es zuhause allen gut und ihr seid mir nicht zu sauer, dass ihr solange auf den Blogeintrag habt warten müssen. 

Yo, Monkeybrothers for life, Peace.
Celina&Alex