Dienstag, 6. November 2012


In letzter Zeit hat sich so Einiges zugetragen.

Ausschlaggebend dafür ist, dass Philipp, Didi, Alex und ich uns dazu entschlossen haben, für einen Monat ein Auto zu mieten. Der Spaß kostet uns alle zusammen 490€ für die Erziehungsberechtigten daheim.

Angefangen hat unsere Spritztour mit einem Ausflug nach Knysna („Neisna“ ausgesprochen, nicht „Knüsna“), 30-45 Minuten entfernt. Phil, Alex und ich haben uns aufgemacht, um die Knsnya Heads (die Köpfe sind Berge) anzuschauen, die Waterfront (also einfach nur ein Hafen) und das von Phil und Alex deklarierte „Nuttencastle“ anzusehen. Natürlich handelt es sich um einen anderen Namen (der ähnlich klingt), nur leider ist der uns entfallen. Es ist jedenfalls ein super schöner Aufenthaltsort für reiche Leute, denn an der Küste waren einige Festungen (!), wo man sicherlich nicht für kleines Geld wohnen kann. Diese Häuser schienen leer zu stehen, weshalb wir uns auch gewagt haben, an der Kette mit dem Schild „Private Property“ vorbeizugehen und uns mal umzuschauen. Edel! Und richtig mittelalterlich hergerichtet. Dabei habe ich mich gefragt, ob sich das Mittelalter der Südafrikaner ähnlich wie in Europa zugetragen hat, oder ob hier das europäische Mittelalter kopiert wurde: Rüstungen waren zu finden, diese Festung war mit Burgzinnen versehen und die Steine waren so wie bei Schloss Burg, nur sandfarben.

Zum Mittagessen gab es das erste Mal seit langem Fisch. In einem Fischrestaurant am Hafen, wo es ein Minirollband auf dem Tisch gab, welches Sushi vom einen Tischende zum anderen transportiert hat! Das wäre mal ‘ne Idee zu Familienessen... War sehr lecker.
Einige Bilder geben noch einen Einblick zu diesem Tag in Knysna.


Vor den Knysna Heads.
Es folgen viele Bilder von den Knysna Heads.












Links: Waterfront. Rechts: Fischrestaurant



In der Nähe von Knysna gibt es auch ein Township.



 Auf dem Weg zum "Nuttencastle"





Gruselige, garantiert GIFTIGE Qualle.





Blumenpenis.
Den nächsten Tag haben wir dann alle frei gehabt und nun war auch Sadibou Thiam dabei. Auf der Hinfahrt zu einer Wolfsanctuary haben wir noch Eva, eine neue spontan angekündigte Voluntärin, in die Stadt gefahren. Somit sind wir dann zu sechst im Fünfsitzer gefahren, aber später mehr Eindrücke über überfüllte Autos.

An der Wolfsanctuary angekommen, wurden wir von einer netten Frau empfangen, die uns dann auf Tour führte. WÖLFE! (Alicia, Wölfe!) Wir waren allesamt mehr als positiv überrascht über diesen Trip. Denn anfangs dachten wir, dass wir uns die Wölfe bloß ansehen können, mehr nicht. Da wir unsere Erwartungen somit niedrig gehalten haben, wurden wir umso mehr überzeugt, als wir dann den ein oder anderen Halbwolf und Wolf streicheln konnten und dabei so viel lernten! Wir haben einiges über Wölfe gelernt, da wir eine kostenlose, geführte Tour bekommen haben. Und wir alle hätten nicht so viel Intelligenz von Seiten der Wölfe erwartet. Und so viel Struktur! Der folgene Absatz ist für Wolfinteressierte:

Jeder Wolf wird in seinen Rang geboren und Wölfe haben ein Gespür für viele Dinge (z.B. können sie Fleischessermenschen von Vegetarier- Menschen unterscheiden und unser Herzklopfen von weitem spüren). Außerdem haben sie auch eine gewisse Futterintelligenz und sind sehr anpassungsfähig. Ihre Fellfarbe passt sich zum Beispiel dem Winter an, das Fell wird heller bis ganz weiß. Bei der Jagd arbeitet die Gruppe immer zusammen, das Alphapärchen, Alphamännchen und Alphaweibchen dirigieren dabei die Jagd. Durch die Körpersprache weiß jedes Mitglied, was die Chefs mitteilen
wollen. Man hat beobachten können, dass Wolfsgruppen ihre Beute in Höhlen getrieben hat, sodass sie nicht mehr rauskam. Durch Hin- und Herlaufen über dem Höhleneingang, haben sie dann eine Lawine ausgelöst, sodass die Beute eingesperrt verhungert ist, und die Wölfe über den ganzen Winter kühles Fleisch zur Verfügung hatten. Wölfe sind viel intelligenter als Hunde und unterscheiden sich außerdem dadurch, dass sie von Natur aus nicht schmusig sind. Die Wolfshunde (also nur halbe Wölfe, halbe Hunde), die wir zu Beginn streichelten haben mich dann doch sehr an Linnéa- Golden Retriever erinnert. Es sind ja eben auch nur Halbwölfe und sie sind mit Menschen aufgewachsen. Eine Ausnahme bildete außerdem Nalea, eine richtige Wölfin, die mit Menschen aufgewachsen ist und sich deshalb auch von uns anfassen lassen hat.







Die nette Guidefrau hat dann das allererste mal seit sie in dieser Wolfsanctury arbeitet Tip (Trinkgeld) bekommen- von uns versteht sich. Eigentlich ist es ja üblich, dass man seinen Guide tippt. Machen nicht alle und es ist auch nicht verpflichtend, keineswegs, aber einfach nett. So können wir (Alex und ich zusammen) nun mindestens 300 € Trinkgeld von unseren Touren mehr ausgeben! :D#


Dann waren wir zur Abwechslung nochmal wandern! Und zwar sieben Stunden (!) zum Nature’s Valley. Der Weg war wunderschön und führte uns erst an heideumgebenen Wegen vorbei, dann durch den Wald runter zu einem Fluss, dann ganz steil hoch auf einen Berg, von wo aus wir alle umgebenen Berge sehen konnten. Danach zu einer Vegetation, wo allerhand Pflanzen wachsen, die alle 10 Jahre ein Feuer benötigen, damit sie überhaupt wachsen können. Dann schon wieder runter, Richtung Strand. Am Strand angekommen haben wir uns dann erstmal ins Meer gelegt, um uns abzukühlen. Jahaa, jetzt wo es bei euch kalt wird, wird es bei uns richtig sommerlich- 30 Grad! Naja, alle sind dann Didi und ich, Alex hat sich nicht reingelegt, weil er zu angstvoll ist. Schließlich sind schonmal Haie unterwegs!
Bilder hier zu gibt es wie Sand am Meer. 


























Gruppenbild an einem kleinen Fluss.
Nach einer guten Dreiviertelstunde ist dann auch endlich unser Versuch geglückt, heim zu trampen, denn diesen kilometerlangen Berg nach hause hätten wir dann nicht mehr geschafft.
Aber nach diesen 7 Stunden hatten wir noch immer nicht genug von Nature’s Valley, denn am Abend sind wir wieder hin. Nur diesmal mit Fahrservice: Domenik, ein neuer Monkeylandmitarbeiter etwa unseren Alters, nahm uns Volontäre zusammen mit seinen drei Freunden mit. Wir hatten vor, ein großes Lagerfeuer zu machen. Da wir nach dem Wandertripp noch nichts gegessen haben, haben wir Essenszutaten eingepackt, um sie dann auf dem Feuer zu garen. Geplant waren Wraps, gefüllt mit Spinat, Feta und Chickpeas. Also haben wir alles dafür Notwendige eingepackt- für nichts. Denn irgendwie sind wir dann doch nicht dazu gekommen. Hm.



Die Hin- und Rückfahrt war luftig. Allesamt hinten auf dem Bakkie versammelt (Deutsche Übersetzung: Jeep vielleicht?) saßen wir zwar gequetscht, aber zumindest sind alle mitgekommen. In Südafrika hat die Anzahl an Sitzen überhaupt nichts zu bedeuten. Es passen halt so viele rein wie reinpassen. Anschnallen kann man sich meist eh nicht, da die Gurte auf unbegründbarer Weise verschwunden sind. Vielleicht werden die Autos ja direkt ohne Gurte gebaut. Das Feuer war wunderschön und wir haben uns nett unterhalten. Unter anderem hat Faye, die Belgierin einges von ihrem Auslandsaufenthalt in Australien erzählt. Wer weiß, vielleicht wird das ja unser nächstes Projekt.





Gut für uns, dass wir an diesem Abend am Lagerfeuer die Typen getroffen haben, die in der Disco „Zanzibar“ arbeiten. Stephen, Sebastian (kurz, Tian) und Nick. Also haben wir eben diese Disco besucht und baten die drei dann direkt um einen Gefallen... Freier Fahrservice für uns! Nur leider erst um 4 Uhr, als deren Arbeit, den Club sauber zu machen, verrichtet war. Und rausgeschmissen wurden wir bereits um 3 Uhr. -.- Somit mussten wir ein wenig in der Kälte und im Wind rumstehen. Da es der Freitag vor Halloween war, war die Party dort eine Verkleidungsparty. Da wir aber keine gruseligen Klamotten zur Verfügung hatten, sind wir einfach als Crazy Monkeyland Ranger in unserer Monkeyland Uniform gegangen. Somit haben wir keinen Eintritt zahlen müssen- was nur ein Euro gewesen wäre, aber wir haben uns trotzdem gefreut. Die Uniform wurde aber schnell danach durch andere Klamotten ausgetauscht- man möchte sich ja nicht in Arbeitskleidung blamieren. Der gesamte Abend ist feucht fröhlich verlaufen, wie man unschwer an einigen Bildern erkennen kann.


Halloween selbst haben wir im Surfcafé verbracht. Das ist eine Bar, in der immer Livemusik gespielt wird - immer das Gleiche übrigens. Mit Surfen hat es eigentlich nicht ganz so vie am Hut, außer dass auf einem Bildschirm manchmal Surfvideos laufen. Im Café liefen diesmal einige komische Gestalten rum - siehe Fotos.



Letzten Samstag waren wir erst Ziplining und danach auf der Tsitsikamma Falls Adventure Tour. Irgendwie kann ich diese Aktivitäten nicht auf Deutsch übersetzen, deshalb erklärt es sich am besten, wenn man sich einfach die Bilder anschaut. Abseilen ist vielleicht passend. Die Guides waren dabei immer locker flockig. Die beiden von der ersten Tour waren unheimlich nett, während die anderen die Tour anscheinend so schnell wie möglich hinter sich bringen wollten und deshalb einen nicht ganz so netten Eindruck machten. Der eine war so in Eile, dass er glatt vergessen hatte, meinen zweiten Karabinerhaken richtig einzuhaken. Da wollte er mich schon losschubsen, doch Alex meinte im letzten Moment: „Nein, mann, das ist noch gar nicht festgemacht!!!“ Gut für mich. Generell hatte ich ein bischen Bauchkribbeln auf der zweiten Tour, weil die Gurte und die Schnallen um meinen Hüftbereich so locker waren, dass ich während der Fahrt ein paar Zentimeter abgesackt bin. Zwar gibt es immer noch zweite Sicherheitsgurte, sodass das Ganze eigentlich sicher ist, aber es ist schon ein komisches Gefühl. Wir sind jedenfalls alle heile zurück gekommen und hatten viel Spaß.





Am Tag darauf waren wir: WANDERN. Ist scheinbar unsere Lieblingsbeschäftigung geworden. Die Landschaft ist wunderschön und diesmal sind wir den Knysna Elephant Walk gewandert, bei dem wir vier Stunden unterwegs waren und die ganze Zeit die Hoffnung hatten, frei herumlaufende, wilde Elfanten zu sehen. Denn deshalb heißt dieser Wanderweg ja schließlich Elephant Walk. Haben wir aber nicht gesehen.


Unsere Wandergruppe von rechts nach links: Alex, Neele, Faye, Didi und ich.
Folge dem Elefanten!
Nun sind wir wieder arbeiten, haben aber vor, in den nächsten Tagen nochmal frei zu nehmen, um das ein oder andere zu unternehmen.

Übrigens haben wir keine Zeitverschiebung gehabt, weshalb wir immernoch länger schlafen können als ihr. Heißt, wir sind jetzt eine Stunde später dran. Falls man sich also zum Skypen verabredet, muss man das immer bedenken. Und es ist z. B. so Mama: Wenn ihr drei Uhr habt, haben wir vier Uhr. Verwirrend, oder?

Also gut ihr Lieben, bis dann!
Yo, Monkeysisters for life, Peace, 
Celina & Alex 

Dienstag, 23. Oktober 2012

Fruehstueck in Jeffrey's Bay.
An einem dunklen und kalten Tag (28.09.2012) mieteten wir uns zwei kleine Autos und fuhren mit neun Leuten circa zwei Stunden nach Jeffrey’s Bay, eine Surfer Stadt wie sie im Buche steht. Rucksäcke wurden gepackt und nach der feucht fröhlichen Fahrt über Brücken, durch Wälder und durch einen wirklichen deutschen Sturm (Glücklicherweise konnte unser Auto sowieso nicht schneller als 130 km/h fahren, sodass die kaum funktionierenden Scheibenwischer uns nicht das Leben kosteten – in Südafrika denkt man halt nicht regnerisch) mieteten wir uns ein bzw. mehrere Zimmer im Hard Rock Backpacker.
Danach machten wir uns auf die Gegend zu erkunden und da es schon relativ spät und damit dunkel war zog uns eine unerklärbare Macht in den nächsten Pub. Dort ließen wir uns von guter Rockmusik beschallen, tranken ein paar Biere und spielten ein paar Runden Pool. Mehr war aber auch nicht aus dem Pub herauszuholen, sodass wir uns schon früh auf den Rückweg machten und im Backpacker zum Abschluss des Tages noch einen Film schauten.


Am nächsten Tag ging’s auf zum Shell Festival, dem eigentlichen Grund für unsere Anreise. Keiner wusste so genau was uns erwartete und deswegen waren wir ein wenig enttäuscht, als uns anstatt eines großen Festes o.ä. nur ein kleiner Markt, den man überall in Südafrika findet, erwartete. Eine etwas längere Straße am Strand entlang war voll mit Ständen an denen sowohl Essen und Trinken als auch aller Krimskrams der Welt verkauft wurde. Wir machten das Beste aus der Situation und schlenderten über den Markt, kauften einige Souvenirs* und sahen uns am Strand das Volleyballspiel an. Am Tag genossen wir den Sonnenschein und da wir uns am Meer befanden wurde er natürlich von einem mittelstarken Wind begleitet. Alles nicht so schlimm, ist man ja gewohnt. Nach der Shoppingtour sind wir dann auch relativ schnell wieder in die Autos geklettert und haben uns auf den Rückweg gemacht. Nach einem kurzen, aber schönen Zwischenstopp in Nature’s Valley sind wir dann Zuhause angekommen.


Leider nicht unser Auto.
Nun mussten nur noch die Autos zurück gebracht werden und dieser „schweren" Aufgabe stellten sich dann Philipp und Ich. Nachdem alles mit unserer Autovermietung geregelt war, war es so spät, dass kein Taxi mehr fuhr und aus diesem Grund machten Philipp und Ich uns auf, den 21km langen Weg nach Monkeyland zu Fuß zu bewältigen. Gleichzeitig versuchten wir verzweifelt vorbeifahrende Autos mit 20 Rand und mitgebrachten – echt leckeren! – Cookies zum Stehen zu überreden. Nach gut vierzig Minuten blieb dann zum Glück das erste Mal ein Auto stehen und die Fahrerin entpuppte sich als die nette Dame, bei der wir unsere Autos abgegeben haben. Leider konnte Sie uns nicht den ganzen Weg mitnehmen und ließ uns ungefähr auf der Hälfte des Weges stehen. Das Glück war uns dieses Mal hold und schon nach circa fünf Minuten hielt ein weiteres Auto – diesmal war der Fahrer farbig und arbeitete bei einer Security Firma – und bot uns zwei Plätze auf seiner Ladefläche an. Glücklich und stolz, dass wir es in Südafrika geschafft haben zu trampen, kamen wir dann Zuhause an und erzählten natürlich jedem unsere super tolle (!) Geschichte.

In den nächsten Tagen haben wir uns ein paar zusätzliche Off-Day’s verschafft und angefangen zu streichen – fertig sind wir jetzt (nach zwei Wochen) immer noch nicht! Es fehlt noch die Decke des Wohnzimmers und einige Feinarbeiten. Unser Wohnzimmer trägt jetzt die schöne Farbe Orange und unser Badezimmer glänzt in einem frischen (viel zu dick aufgetragenem) Gelb. Wunderschön. Finden wir auf jeden Fall. Um die ganze Umgestaltung abzurunden bekamen wir von Lara (der Besitzerin von Monkeyland) einen Fernseher, einen DVD-Player und circa 250 DVD’s. Das kommt echt passend, da in Südafrika wohl gerade der deutsche Wettergott seine Hände im Spiel hat und der südafrikanische Wettergott wohl Urlaub in Deutschland macht. Im Klartext: Während bei euch sommerliche Temperaturen herrschen und – wie wir mitbekommen haben – alle im T-Shirt im Sonnenschein sitzen, können wir bei uns zwar manchmal ohne Winterkleidung raus, man sollte aber auf keinen Fall den Regenschirm oder die Regenklamotten vergessen – es schüttet hier wie aus Eimern. Verkehrte Welt. Auf jeden Fall kennen wir jetzt viel mehr Filme als vorher. Ist doch auch super, oder?
Das schlechte Wetter hat aber auch andere Vorteile. Weil man sich nicht draußen betätigen oder faul in der Sonne rumliegen kann, wird halt eine Beschäftigung im Haus gesucht. Gameboy’s werden ausgepackt, man sieht Menschen auf der Couch sitzen und lesen oder man beginnt einfach mal aufzuräumen. Deswegen musste auch unser Kühlschrank dran glauben, der langsam echt einen komischen (ekelhaften!) Geruch von sich gegeben hat und wurde kurzerhand von mir geputzt. Ich glaube, dass erste Mal seit mindestens sechs Monaten. Zum Glück habe ich keine Probleme damit zwei Stunden durch den Mund einzuatmen. Jeder Zug durch die Nase bescherte mir eine fünfminutige Pause und beinahe jedes Mal einen Gang zur Toilette. Dort konnte ich mich dann glücklicherweise noch zurückhalten. Es grenzt aber an ein Wunder, dass keiner von uns in den zweieinhalb Monaten irgendwelche Probleme mit dem Magen bekommen hat.

Außerdem haben wir – oder eher Ich, da Celina leider ihren Führerschein vergessen hat – mehr Fahrerfahrung gesammelt. Alfred, ein Mitarbeiter vom Monkeyland, hat uns netterweise für einen Off-Day sein Auto geliehen und damit sind wir dann zum Einkaufen nach Plett gefahren. Wir waren happy, da wir dadurch echt viel flexibler sind und uns im Supermarkt oder oder oder mehr Zeit lassen können. Meine erste kleine Spritztour von Monkeyland zu unseren Häusern endete schon auf der halben Strecke, da die Warnblinker ansprangen und der Motor von selbst ausging. Jeder Versuch den Wagen neu zu starten endete in einer zweiminütigen Sirene der Alarmanlage. Was zum Teufel stimmt nicht mit diesem Auto?
Nachdem ich mit einiger Hilfe den Wagen zu unseren Häusern geschoben hatte, machte ich mich auf, um mit dem Fahrrad zu der relativ nahen Tankstelle zu fahren. Bewaffnet mit einem leeren Wasserkanister, um Benzin zu holen. Wir vermuteten, dass der Wagen deswegen ausgegangen ist und deswegen nicht mehr anspringt. Nachdem das Benzin im Auto war, hörten wir leider kein Motorgeräusch sondern wieder nur diese verfluchte Alarmsirene. Das ganze Umfeld wusste jetzt auf jeden Fall Bescheid: Anscheinend kriegen Deutsche noch nicht mal ein Auto zum Starten. Nach einem kurzen Gespräch mit Alfred wussten wir dann endlich was wir falsch gemacht hatten. Nämlich gar nichts. Alfred hatte uns schlichtweg vergessen mitzuteilen, dass das Auto eine ziemlich komplizierte Alarmanlage hat. Es läuft ungefähr so ab: Man steckt den Schlüssel in die Zündung, startet den Wagen aber noch nicht, sondern muss sich erst vergewissern, dass die Beleuchtung im Wagen leuchtet. Wenn nicht, dann muss man nochmals den Fernbedienungsknopf der Zentralveriegelung drücken, worauf die Beleuchtung anspringt. Danach kann man das Auto starten. Jetzt darf man losfahren, muss aber weiterhin auf der Hut sein. Irgendwann, nach keiner wirklich festgelegten Zeit piept das Auto zweimal und dann muss man schnell reagieren. Unter dem Lenkrad befindet sich ein herausziehbarer Knopf, den man im Falle des Piepens herauszieht und dann schnell wieder reindrückt. Dann ist sich das Auto sicher, dass man auch wirklich der Eigentümer ist und man darf unbehelligt fahren, solange Sprit im Tank ist und dafür hatten wir natürlich in weiser Voraussicht gesorgt. Ich glaube, bei diesem Auto würde jeder Autodieb verzweifeln und lieber zu Fuß gehen. Grund für diese komplizierte Alarmanlage ist, dass das Auto in Kapstadt gekauft wurde und man dort sein Auto nicht lange behält, wenn man sich nicht so absichert. Unser Nachbar Hamidi, auch ein Mitarbeiter von Monkeyland, meinte, dass das Auto „africanised" (afrikanisiert) wurde. Auch wieder wahr.

Am 14.10.2012 bestellten wir nach der Arbeit Burt (einen anderen Taxifahrer) zu unseren Häusern und ließen uns zu einem schönen Restaurant entführen. Unsere Wahl fiel auf Enrico, einem Restaurant direkt an der Küste, mit einem von großen Steinen übersäten Strand. Wie der Name
schon vermuten lässt, handelt es sich um ein italienisches Restaurant und deswegen stürzte sich Celina direkt auf die Gorgonzola Pasta. Mir mundete ein schönes Stück Fleisch mit Beilagen. Wir blieben ungefähr zweieinhalb Stunden im Restaurant, bevor wir uns in der Dunkelheit auf zum Strand machten. Es ist wirklich schön nachts über einen Strand zu laufen und über sich den Sternenhimmel zu haben. Grund für das etwas teurere Spektakel war unserer Jahrestag. Ein ganzes Jahr ist es nun her, dass ich meine kleine Affin ins Herz geschlossen habe und ich bin glücklich, dass ich mit ihr nach Südafrika geflogen bin.


Beide Bilder: Nature's Valley
Es folgen noch weitere Fotos von unserem Haus und dem tollen Auto. Gerade habe ich keine zur Hand.

Yo, Monkeybrothers for Life, Peace. Celina & Alex









*Vielleicht für dich?

Freitag, 12. Oktober 2012

Affenbabyportraits

Zurzeit sind einige Junge im Monkeyland. Die Zeit der Nachkommen ist meist im Fruehling, also jetzt.
Lasst euch bezaubern. 

Ein junger King Julien.

Katta- Lemuren Baby.

Kattas sind sehr schnell entwickelt. Dieses hier ist ein ungefaehr 4 Wochen altes Kind, kann aber schon klettern.

Kapuzineraffen- Kind.

Sharmaine und ihr frisch geborenes Kind. Eine Woche alt. Es oeffnet noch nicht seine Augen.

Ein etwas juengeres Lemuren- Baby, welches noch auf dem Ruecken der Mutter bleibt.

Katta- Muetter mit ihren Kindern.
Gruenes Meereskatzen Baby. Zu Anfang sind sie ganz schwarz mit pinken Gesichtern. Hinterher bekommen sie graues Fell und schwarze Gesichter.

"Hallo?!" Kattas sehen nur in Schwarz- Weiss.


Bruellaffen- Baby namens "Maguebe", was uebersetzt Richter heisst.

Ein sehr neugieriges Ding.

Die Bruellaffenfamilie besteht aus der Mutter Madonna und ihren 5 Soehnen: Maguebe, Barcelona, Sunshine, Habichvergessen und Monster. Der Vater, Andt, ist unter Arrest.

Man koennte meinen, Maguebe kann grinsen.

 


Jetzt neu: Varibabys!!!



Yo, Mokeysisters for life, Peace.
Celina & Alex


Samstag, 6. Oktober 2012

Das essen wir.

Spaghetti mit Tomaten-Zwiebel-Sahne Soße.

Couscous mit Gemuese und Sahne.

Couscous mit Gemuese und Sahne UND FETA UND CROUTONS.

Soße mit Spaghetti.

Matschpommes aus der Pfanne mit Ketchup und Mayo.

Gemuesepfanne mit Spiegeleiern und Sandwiches.


Sandwiches mit Kartoffeln und Gemuesepasta = Vegetarisches Braai.

Nicht-Vegetarisches Braai.

Nudeln und Gemuese und natuerlich Sahne.

Kartoffeln mit Bohnen und Pilzen gemischt.

Affenscheisse.


 Lekker, wa?

Yo, Monkeysisters for life, Peace.
Celina & Alex