Donnerstag, 22. November 2012


Adventure Land, Tubing, Raptors und das abenteuerlichste und adrenalinreichste Erlebnis von allen: ….
Aber lasst uns doch von vorne anfangen, ok?

Seit dem letzten Eintrag ist unglaublich viel passiert und deswegen war ich auch immer sehr beschäftigt oder nach einer Aktivität zu geschafft oder zu faul, um einen weiteren Blogeintrag zu schreiben. Nun endlich kommt der nächste. Chronologisch stimmt er bestimmt nicht, aber darauf kommt es ja auch nicht an.

Da uns die Wolf Sanctuary so gut gefallen hat, dachten wir uns, dass wir auf jeden Fall die Radical Raptors besuchen sollten. Im eigentlichen Sinne stellt es genau das gleiche wie Monkeyland, nur mit Greifvögeln da. Natürlich kann diese Sanctuary nicht so viele Tiere aufnehmen und sie bemühen sich auch, diese Tiere, wenn sie wieder fit genug sind um in der Wildnis zu überleben, zu rehabilitieren. Es gab dort Falken, Eulen, Geier, Adler und viele andere Greifvögeln, von denen ich den Namen nicht kenne. Am Anfang hatten wir ein mulmiges Gefühl, weil die Tiere an ihren Stangen festgebunden waren und deswegen nicht wirklich viel Ausflug hatten. Zum Glück haben wir dann auf der Vorführung, die im Anschluss an die Besichtigung stattgefunden hatte, erfahren, dass die Tiere jeden Tag geflogen werden, damit sie fit bleiben und nicht „einrosten“. Der Falkner arbeitet mit den Tieren seit acht Jahren und hat schon viele Vögel in die Umgebung freigelassen. Die Vorführung war total cool und sehr lehrreich. Wenn man selbst mit Tieren arbeitet, dann bekommt man ein ganz anderes Gefühl für andere Tiere und das Interesse wächst, auf jeden Fall bei mir, unglaublich. Dadurch, dass man die Natur näher kennenlernt und auch versteht, stellt man intelligente Fragen und bekommt einen tieferen Eindruck von den Tieren. Sehr cool war, dass die beiden Eulenarten auf unsere mit Handschuhe bewaffneten Hände landen durften und dort auch für eine Weile gesessen haben. Es ist unglaublich wie leise sich diese Tiere fortbewegen. Sie fliegen direkt an deinem Kopf vorbei und du fühlst nur einen klitzekleinen Lufthauch in deinem Haar. Da diese Tiere nachtaktiv sind, kann man sie deswegen auch nur selten in der Natur finden. Der beste Weg soll sein, seine Ohren zu benutzen. Die Falknerei ist generell ein sehr interessantes Gebiet, doch erfordert es sehr viel Liebe und viel Zeit. Bevor man seinen Falknerschein machen kann, muss man zuerst seinen Jägerschein machen und wenn man dann einen eigenen Vogel zugeteilt bekommt muss man ihn mindestens fünf Tage in der Woche für mehrere Stunden in der freien Natur fliegen und jagen lassen. Als kleines Hobby kann man es leider nicht betreiben. 





Da uns an einem anderen Tag schon wieder das Black Water Tubing abgesagt wurde, suchten wir nach einer Alternative und entschieden uns ins Adventure Land zu fahren. Es liegt auf dem Weg nach Knysna und ist deswegen nicht weit entfernt. Es war ein sehr sonniger Tag und deswegen genau richtig um die Wasser- und Rutschenlandschaft des Abenteuerlandes zu besuchen. Es gab insgesamt sechs verschiedene Rutschen von denen eine nicht freigegeben wurde und eine ziemlich klein und für Kinder war. Zwei der übrig gebliebenen vier Rutschen waren sogenannte „Free Fall“ (Freier Fall) Rutschen, auf denen man beinahe fliegt und mit ziemlich großer Geschwindigkeit in eine halbe Röhre voller Wasser rutscht und schließlich (hoffentlich!) zum Stehen kommt. Eine weitere durfte man nur mit Ring benutzen und da man auf dem Ring saß und die Rutsche Stromschnellen besaß wurde man die ganze Zeit herumgewirbelt. Die letzte konnte man ohne Ring rutschen und wenn man sich auf den Rücken legte, dann bekam man schon eine ordentliche Geschwindigkeit zustande, sodass Philipp sogar fast einmal aus der Rutsche geflogen wäre. Ansonsten gab es nur noch ein etwas kleineres, nur ein Meter tiefes Becken in dem wir wieder zu kleinen Kindern wurden und fröhlich Verstecken, Blindekuh etc. gespielt haben. Es hat ziemlich viel Spaß gemacht! Ansonsten lagen wir alle in der Sonne und da die afrikanische Sonne viel stärker ist, als unsere deutsche haben wir uns auch alle einen schönen Sonnenbrand geholt. Mein Rücken trägt momentan ein schönes Engelsflügel-Tattoo, da sich meine Haut ordentlich pellt. Philipp hat dazu noch schöne Abschürfungen von einer Rutsche bekommen. Man sieht, es hat sich gelohnt hin zufahren! (Fotos werden noch nachgereicht!)

Adventureland

Am nächsten Tag konnten wir dann endlich das heiß ersehnte Black Water Tubing, im Storms River Village machen. Didi wollte auf Grunde ihres Sonnenbrandes lieber zu Hause bleiben und deswegen sind wir nur zu dritt gestartet. Im Grunde setzt oder legt man sich auf einen gut mit Luft befüllten Reifen und paddelt damit einen Fluss entlang. Am Anfang bekommt man aber erst einmal einen Neoprenanzug, eine Schwimmweste, die dich gleichzeitig warm hält und vorm Ertrinken rettet und einen Helm. Dann geht es mit dem Auto ca. 15 Minuten durch den Wald und dann auf einem echt abenteuerlichen und sehr steilen Weg runter zum Fluss. Dort springt man ins Wasser und los geht die Fahrt. 90% des ganzen Jahres herrscht im Storms River Ebbe oder „low Tide“ und deswegen kann man von vielen hohen Stellen in den Fluss springen. Bei Flut oder „high Tide“ wird die ganze Fahrt erleichtert, da das Wasser viel schneller fließt und man selbst größere Geschwindigkeiten erreicht. Der Fluss erreicht diesen Zustand aber nur nach großen Regenfällen, die hier nicht sehr üblich sind. Am Anfang konnten wir direkt den zweithöchsten Sprung aus sieben Metern ausprobieren und es war sehr erfrischend ins kalte Wasser zu springen. Leider war es nicht sehr sonnig an diesem Tag und obwohl die Schwimmwesten ordentlich warm gehalten haben, wurde uns am Ende des Trips immer kälter. Nach dem ersten Sprung ging es dann endlich flussabwärts. Wir mussten durch große Becken des Flusses, durch schnelle Stromschnellen, die von großen Felsen umgeben waren und durch kleine Öffnungen zwischen den Felsen hindurch. Ich kann nur sagen, dass mir schon nach 20 Minuten die Arme wehgetan haben und wir dann noch ca. zwei Stunden mehr gepaddelt sind. Kleinere Sprünge ermöglichten uns dann „Ringsaltos“ oder andere verrückte Sprünge. Am Ende erwartete uns dann der höchste Sprung des ganzen Trips aus acht Meterhöhe. Da ich schon Sprünge aus höheren Plätzen gemacht habe, war es jetzt nicht so eine Überwindung, hat aber trotzdem jede Menge Spaß gemacht. Unsere Guides waren auch echt lustig und haben eigentlich die ganze Zeit versucht uns aus dem Ring zu schmeißen. Man merkte auch, dass Sie darin Übung besitzen, denn wir haben es nicht einmal geschafft sie aus ihren Ringen zu katapultieren, sondern wurden nur selbst immer wieder ins Wasser geschmissen. Leider war unsere Gruppe nicht so spannend oder unterhaltsam. Bei manchen kam es eher so rüber als wollten sie das alles ganz schnell hinter sich bringen und viele waren auch um einiges älter als wir. Aufgrund dessen und weil das Wetter leider nicht mitgespielt hat, wollen wir es auf jeden Fall noch einmal mit unserer Freiwilligen Gruppe und mit Sonnenschein versuchen! Danach erreichten wir dann vollkommen erschöpft wieder den Backpacker, von dem wir gestartet sind und mussten erstmal auf eine freie Dusche warten. Erfrischt und vor allem kuschelig warm setzten wir uns dann an den reich gedeckten Tisch und ließen uns das sehr leckere Essen schmecken. Für Celina gab es natürlich die vegetarische Version! Danach kauften wir uns für 40 Rand (ca. vier Euro) die DVD und damit ungefähr 20 Fotos von jedem Teilnehmer. Super war, dass wir ansonsten für den ganzen Trip nichts bezahlen mussten, sondern durch unseren Freiwilligenstatus alles kostenlos bekommen hatten.


                                        Vorher!                                          Nachher!


                                         Vorher!                                          Nachher!

 Nun kommen wir zu unserem coolsten Erlebnis (bis jetzt!) hier in Südafrika. Wieder an einem sehr sonnigen und zum Glück klarem Tag machten wir uns zu fünft (Faye, Neele, Eva, Celina und Ich) zum Plettenberger Flughafen auf, um unseren ersten FALLSCHIRMSPRUNG anzutreten. Es durften immer zwei in dem relativ kleinen Flugzeug mitfliegen und sich dann todesmutig in die Wolken stürzen. Celina und Ich sind natürlich zusammen gesprungen, wurden aber jeder an einen anderen Typen festgeschnallt, weil wir natürlich nicht alleine springen durften. So saßen wir dann gemütlich im Flugzeug und stiegen langsam auf 10.000 ft. (etwa 3,3 Kilometer). Die Landschaft von oben zu sehen ist ganz anders und sehr beeindruckend. Wir konnten den ganzen Verlauf der N2 und der Küste verfolgen und haben sogar Birds of Eden und Monkeyland gesehen. Plettenberg von oben ist auch sehr schön anzusehen. Als ich dann fest davon überzeugt war, dass wir doch langsam hoch genug wären, um abzuspringen, fragte ich meinen Mitspringer wie lange es denn noch dauert und auf welcher Höhe wir uns denn jetzt schon befänden. Die ernüchternde Antwort war 2.000 ft. Noch nicht mal die Hälfte und wir machten uns schon fast in die Hose. Als wir dann endlich die 10.000 ft. Marke geknackt hatten und die Flugzeugtür geöffnet wurde, wich in Sekundenschnelle jegliche Farbe aus unseren Gesichtern. Celina musste als erstes los und mein Mitspringer wollte, dass ich zugucke, wie sich meine Freundin in den Tod stürzt. Innerhalb von zwei Sekunden hatte ich sie dann aus den Augen verloren und ungefähr fünf Sekunden danach befand ich mich selbst im freien Fall. Insgesamt 35 Sekunden lang. Ich kann mich noch erinnern, dass ich fest davon überzeugt war zu sterben und dass ich mir die Seele aus dem Leib geschrien habe. Es war ein irres Gefühl einfach nur zu fallen und die Luft um dich herum zu fühlen und vor allem zu hören. Wenn sie die Flugzeugtür öffnen, dann herrscht vielleicht ein Krach im Flugzeug, das kann man sich gar nicht vorstellen. Während ich im freien Fall wohl überall um mich herum meinen Speichel verteilt habe, hatte Celina einen trockenen Mund, den sie mit ihrer Zunge befeuchten wollte. Beides sieht ultra komisch aus und ich hoffe es klappt die Videos unseres Fallschirmsprungs hochzuladen und das ihr sie dann auch ansehen könnt! Als dann endlich, auf ungefähr 3000 ft. der Fallschirm geöffnet wurde, fühlte man sich innerhalb von Sekunden vollkommen schwerelos. Auf einmal waren die lauten Geräusche weg und man konnte voll und ganz die Landschaft genießen (mein Mitspringer sagte mir, dass man bis zu 150 Kilometer weit gucken konnte). Mein Typ zog dann mit einem charmanten „I’ll drop you now“ („Ich lasse dich jetzt fallen“) an einem Seil und ich glitt gut 50cm weiter nach unten. Das war erstmal ein riesen Schock und gleich kam die Todesangst zurück. Er lachte sich auf jeden Fall über mich kaputt. Weiter zeigten uns unsere Mitspringer durch uns verursachte Kreisregenbogen auf den Wolken, wenn man sich über ihnen befindet. Wir waren immer der Mittelpunkt des Kreises und ich habe immer noch nicht geguckt, wie das überhaupt verursacht wird (Helen, halt den Mund!). Es war auf jeden Fall wunderschön anzusehen. Weiter machten unsere Typen sogenannte „Spins“ mit uns, bei denen man wieder kurz an das Gefühl des freien Falls heran kommt und nur daran denken kann, dass der Schirm einen danach hoffentlich wieder auffängt. Jedes Mal wenn der Schirm komische Geräusche machte, habe ich auf jeden Fall einen skeptischen Blick in seine Richtung geworfen. Beruhigt haben wir uns aber immer damit, dass unsere Mitspringer im Falle des Falles mit uns sterben würden und deswegen bestimmt doppelt und dreifach auf uns Acht geben. Es hat sich auch bewahrheitet, denn nach ungefähr sechs Minuten Flug sind wir dann unbeschadet und mit zitternden Händen auf dem Boden gelandet. Glücklich wieder festen Boden unter unseren Füssen zu haben, aber auch ein wenig traurig, dass es schon vorbei war. Insgesamt war es ein unglaubliches Erlebnis und wir beide möchten es auf jeden Fall noch einmal wiederholen. Leider kostet der Spaß auch seinen Preis und war bis jetzt das teuerste was wir uns hier in Südafrika geleistet haben. Zum Glück hatten unsere Mitspringer um ihre Handgelenke Kameras mit denen sie ungefähr 80 Bilder und ein fünfminütiges Video von unserem Sprung gemacht und gedreht haben. Einige von diesen Fotos sind auch relativ gut (oder relativ hässlich, wie man’s nimmt) geworden, wie ihr bestimmt sehen könnt. 













Yo, Monkeybrothers for life, Peace. 
Celina & Alex

Dienstag, 6. November 2012


In letzter Zeit hat sich so Einiges zugetragen.

Ausschlaggebend dafür ist, dass Philipp, Didi, Alex und ich uns dazu entschlossen haben, für einen Monat ein Auto zu mieten. Der Spaß kostet uns alle zusammen 490€ für die Erziehungsberechtigten daheim.

Angefangen hat unsere Spritztour mit einem Ausflug nach Knysna („Neisna“ ausgesprochen, nicht „Knüsna“), 30-45 Minuten entfernt. Phil, Alex und ich haben uns aufgemacht, um die Knsnya Heads (die Köpfe sind Berge) anzuschauen, die Waterfront (also einfach nur ein Hafen) und das von Phil und Alex deklarierte „Nuttencastle“ anzusehen. Natürlich handelt es sich um einen anderen Namen (der ähnlich klingt), nur leider ist der uns entfallen. Es ist jedenfalls ein super schöner Aufenthaltsort für reiche Leute, denn an der Küste waren einige Festungen (!), wo man sicherlich nicht für kleines Geld wohnen kann. Diese Häuser schienen leer zu stehen, weshalb wir uns auch gewagt haben, an der Kette mit dem Schild „Private Property“ vorbeizugehen und uns mal umzuschauen. Edel! Und richtig mittelalterlich hergerichtet. Dabei habe ich mich gefragt, ob sich das Mittelalter der Südafrikaner ähnlich wie in Europa zugetragen hat, oder ob hier das europäische Mittelalter kopiert wurde: Rüstungen waren zu finden, diese Festung war mit Burgzinnen versehen und die Steine waren so wie bei Schloss Burg, nur sandfarben.

Zum Mittagessen gab es das erste Mal seit langem Fisch. In einem Fischrestaurant am Hafen, wo es ein Minirollband auf dem Tisch gab, welches Sushi vom einen Tischende zum anderen transportiert hat! Das wäre mal ‘ne Idee zu Familienessen... War sehr lecker.
Einige Bilder geben noch einen Einblick zu diesem Tag in Knysna.


Vor den Knysna Heads.
Es folgen viele Bilder von den Knysna Heads.












Links: Waterfront. Rechts: Fischrestaurant



In der Nähe von Knysna gibt es auch ein Township.



 Auf dem Weg zum "Nuttencastle"





Gruselige, garantiert GIFTIGE Qualle.





Blumenpenis.
Den nächsten Tag haben wir dann alle frei gehabt und nun war auch Sadibou Thiam dabei. Auf der Hinfahrt zu einer Wolfsanctuary haben wir noch Eva, eine neue spontan angekündigte Voluntärin, in die Stadt gefahren. Somit sind wir dann zu sechst im Fünfsitzer gefahren, aber später mehr Eindrücke über überfüllte Autos.

An der Wolfsanctuary angekommen, wurden wir von einer netten Frau empfangen, die uns dann auf Tour führte. WÖLFE! (Alicia, Wölfe!) Wir waren allesamt mehr als positiv überrascht über diesen Trip. Denn anfangs dachten wir, dass wir uns die Wölfe bloß ansehen können, mehr nicht. Da wir unsere Erwartungen somit niedrig gehalten haben, wurden wir umso mehr überzeugt, als wir dann den ein oder anderen Halbwolf und Wolf streicheln konnten und dabei so viel lernten! Wir haben einiges über Wölfe gelernt, da wir eine kostenlose, geführte Tour bekommen haben. Und wir alle hätten nicht so viel Intelligenz von Seiten der Wölfe erwartet. Und so viel Struktur! Der folgene Absatz ist für Wolfinteressierte:

Jeder Wolf wird in seinen Rang geboren und Wölfe haben ein Gespür für viele Dinge (z.B. können sie Fleischessermenschen von Vegetarier- Menschen unterscheiden und unser Herzklopfen von weitem spüren). Außerdem haben sie auch eine gewisse Futterintelligenz und sind sehr anpassungsfähig. Ihre Fellfarbe passt sich zum Beispiel dem Winter an, das Fell wird heller bis ganz weiß. Bei der Jagd arbeitet die Gruppe immer zusammen, das Alphapärchen, Alphamännchen und Alphaweibchen dirigieren dabei die Jagd. Durch die Körpersprache weiß jedes Mitglied, was die Chefs mitteilen
wollen. Man hat beobachten können, dass Wolfsgruppen ihre Beute in Höhlen getrieben hat, sodass sie nicht mehr rauskam. Durch Hin- und Herlaufen über dem Höhleneingang, haben sie dann eine Lawine ausgelöst, sodass die Beute eingesperrt verhungert ist, und die Wölfe über den ganzen Winter kühles Fleisch zur Verfügung hatten. Wölfe sind viel intelligenter als Hunde und unterscheiden sich außerdem dadurch, dass sie von Natur aus nicht schmusig sind. Die Wolfshunde (also nur halbe Wölfe, halbe Hunde), die wir zu Beginn streichelten haben mich dann doch sehr an Linnéa- Golden Retriever erinnert. Es sind ja eben auch nur Halbwölfe und sie sind mit Menschen aufgewachsen. Eine Ausnahme bildete außerdem Nalea, eine richtige Wölfin, die mit Menschen aufgewachsen ist und sich deshalb auch von uns anfassen lassen hat.







Die nette Guidefrau hat dann das allererste mal seit sie in dieser Wolfsanctury arbeitet Tip (Trinkgeld) bekommen- von uns versteht sich. Eigentlich ist es ja üblich, dass man seinen Guide tippt. Machen nicht alle und es ist auch nicht verpflichtend, keineswegs, aber einfach nett. So können wir (Alex und ich zusammen) nun mindestens 300 € Trinkgeld von unseren Touren mehr ausgeben! :D#


Dann waren wir zur Abwechslung nochmal wandern! Und zwar sieben Stunden (!) zum Nature’s Valley. Der Weg war wunderschön und führte uns erst an heideumgebenen Wegen vorbei, dann durch den Wald runter zu einem Fluss, dann ganz steil hoch auf einen Berg, von wo aus wir alle umgebenen Berge sehen konnten. Danach zu einer Vegetation, wo allerhand Pflanzen wachsen, die alle 10 Jahre ein Feuer benötigen, damit sie überhaupt wachsen können. Dann schon wieder runter, Richtung Strand. Am Strand angekommen haben wir uns dann erstmal ins Meer gelegt, um uns abzukühlen. Jahaa, jetzt wo es bei euch kalt wird, wird es bei uns richtig sommerlich- 30 Grad! Naja, alle sind dann Didi und ich, Alex hat sich nicht reingelegt, weil er zu angstvoll ist. Schließlich sind schonmal Haie unterwegs!
Bilder hier zu gibt es wie Sand am Meer. 


























Gruppenbild an einem kleinen Fluss.
Nach einer guten Dreiviertelstunde ist dann auch endlich unser Versuch geglückt, heim zu trampen, denn diesen kilometerlangen Berg nach hause hätten wir dann nicht mehr geschafft.
Aber nach diesen 7 Stunden hatten wir noch immer nicht genug von Nature’s Valley, denn am Abend sind wir wieder hin. Nur diesmal mit Fahrservice: Domenik, ein neuer Monkeylandmitarbeiter etwa unseren Alters, nahm uns Volontäre zusammen mit seinen drei Freunden mit. Wir hatten vor, ein großes Lagerfeuer zu machen. Da wir nach dem Wandertripp noch nichts gegessen haben, haben wir Essenszutaten eingepackt, um sie dann auf dem Feuer zu garen. Geplant waren Wraps, gefüllt mit Spinat, Feta und Chickpeas. Also haben wir alles dafür Notwendige eingepackt- für nichts. Denn irgendwie sind wir dann doch nicht dazu gekommen. Hm.



Die Hin- und Rückfahrt war luftig. Allesamt hinten auf dem Bakkie versammelt (Deutsche Übersetzung: Jeep vielleicht?) saßen wir zwar gequetscht, aber zumindest sind alle mitgekommen. In Südafrika hat die Anzahl an Sitzen überhaupt nichts zu bedeuten. Es passen halt so viele rein wie reinpassen. Anschnallen kann man sich meist eh nicht, da die Gurte auf unbegründbarer Weise verschwunden sind. Vielleicht werden die Autos ja direkt ohne Gurte gebaut. Das Feuer war wunderschön und wir haben uns nett unterhalten. Unter anderem hat Faye, die Belgierin einges von ihrem Auslandsaufenthalt in Australien erzählt. Wer weiß, vielleicht wird das ja unser nächstes Projekt.





Gut für uns, dass wir an diesem Abend am Lagerfeuer die Typen getroffen haben, die in der Disco „Zanzibar“ arbeiten. Stephen, Sebastian (kurz, Tian) und Nick. Also haben wir eben diese Disco besucht und baten die drei dann direkt um einen Gefallen... Freier Fahrservice für uns! Nur leider erst um 4 Uhr, als deren Arbeit, den Club sauber zu machen, verrichtet war. Und rausgeschmissen wurden wir bereits um 3 Uhr. -.- Somit mussten wir ein wenig in der Kälte und im Wind rumstehen. Da es der Freitag vor Halloween war, war die Party dort eine Verkleidungsparty. Da wir aber keine gruseligen Klamotten zur Verfügung hatten, sind wir einfach als Crazy Monkeyland Ranger in unserer Monkeyland Uniform gegangen. Somit haben wir keinen Eintritt zahlen müssen- was nur ein Euro gewesen wäre, aber wir haben uns trotzdem gefreut. Die Uniform wurde aber schnell danach durch andere Klamotten ausgetauscht- man möchte sich ja nicht in Arbeitskleidung blamieren. Der gesamte Abend ist feucht fröhlich verlaufen, wie man unschwer an einigen Bildern erkennen kann.


Halloween selbst haben wir im Surfcafé verbracht. Das ist eine Bar, in der immer Livemusik gespielt wird - immer das Gleiche übrigens. Mit Surfen hat es eigentlich nicht ganz so vie am Hut, außer dass auf einem Bildschirm manchmal Surfvideos laufen. Im Café liefen diesmal einige komische Gestalten rum - siehe Fotos.



Letzten Samstag waren wir erst Ziplining und danach auf der Tsitsikamma Falls Adventure Tour. Irgendwie kann ich diese Aktivitäten nicht auf Deutsch übersetzen, deshalb erklärt es sich am besten, wenn man sich einfach die Bilder anschaut. Abseilen ist vielleicht passend. Die Guides waren dabei immer locker flockig. Die beiden von der ersten Tour waren unheimlich nett, während die anderen die Tour anscheinend so schnell wie möglich hinter sich bringen wollten und deshalb einen nicht ganz so netten Eindruck machten. Der eine war so in Eile, dass er glatt vergessen hatte, meinen zweiten Karabinerhaken richtig einzuhaken. Da wollte er mich schon losschubsen, doch Alex meinte im letzten Moment: „Nein, mann, das ist noch gar nicht festgemacht!!!“ Gut für mich. Generell hatte ich ein bischen Bauchkribbeln auf der zweiten Tour, weil die Gurte und die Schnallen um meinen Hüftbereich so locker waren, dass ich während der Fahrt ein paar Zentimeter abgesackt bin. Zwar gibt es immer noch zweite Sicherheitsgurte, sodass das Ganze eigentlich sicher ist, aber es ist schon ein komisches Gefühl. Wir sind jedenfalls alle heile zurück gekommen und hatten viel Spaß.





Am Tag darauf waren wir: WANDERN. Ist scheinbar unsere Lieblingsbeschäftigung geworden. Die Landschaft ist wunderschön und diesmal sind wir den Knysna Elephant Walk gewandert, bei dem wir vier Stunden unterwegs waren und die ganze Zeit die Hoffnung hatten, frei herumlaufende, wilde Elfanten zu sehen. Denn deshalb heißt dieser Wanderweg ja schließlich Elephant Walk. Haben wir aber nicht gesehen.


Unsere Wandergruppe von rechts nach links: Alex, Neele, Faye, Didi und ich.
Folge dem Elefanten!
Nun sind wir wieder arbeiten, haben aber vor, in den nächsten Tagen nochmal frei zu nehmen, um das ein oder andere zu unternehmen.

Übrigens haben wir keine Zeitverschiebung gehabt, weshalb wir immernoch länger schlafen können als ihr. Heißt, wir sind jetzt eine Stunde später dran. Falls man sich also zum Skypen verabredet, muss man das immer bedenken. Und es ist z. B. so Mama: Wenn ihr drei Uhr habt, haben wir vier Uhr. Verwirrend, oder?

Also gut ihr Lieben, bis dann!
Yo, Monkeysisters for life, Peace, 
Celina & Alex